DIE SPIELFILME

MITTWOCH, 25. NOV 2015, 20:00 Uhr
Wiederholung: SONNTAG, 29. NOV 2015, 14:30 Uhr
PL 2014, 121 Min., OmdU
Regie: Łukasz Palkowski
Genre: Drama
 
Produktion: Watchout Productions
Darsteller:
Tomasz Kot, Magdalena Czerwińska, Piotr Głowacki,
Szymon Piotr Warszawski, Rafał Zawierucha, Jan Englert

FILMBESCHREIBUNG
Zbigniew Religa (1938-2009) gilt als Polens berühmtester Herzchirurg. GODS, die Entdeckung des 39. Gdynia Filmfestivals, zeigt die entscheidenden Jahre im Leben Religas vor dem grauen, repressiven Hintergrund der 1980er Jahre. 1985 gelang Religa gegen alle Widerstände die erste Herztransplantation in Polen. Von 2005-7 war er polnischer Gesundheitsminister. In diesem dramatischen, amerikanisch angehauchten Porträt eines in seinen Widersprüchen faszinierenden Selfmademan ist der Hauptdarsteller Tomasz Kot in einer Paraderolle zu erleben.

ŁUKASZ PALKOWSKI (geb. 1976 in Warschau)
Regisseur und Drehbuchautor von Spielfilmen und TV-Serien. Nach seinem ersten abendfüllenden Spielfilm „Rezerwat“ gelingt es Palkowski, mit BOGOWIE erneut die Zuschauer und wichtigsten polnischen Filmjurys zu begeistern. Sein Film gewann den Goldenen Löwen für den besten Film auf dem 39. Filmfestival in Gdynia sowie für den besten Hauptdarsteller (Tomasz Kot).

FREITAG, 27. NOV 2015, 21:00 Uhr
PL 2015, 63 Min., OmeU
Regie: Maciej Sobieszczański, Łukasz Ronduda
Genre: Spielfilm
 
Produktion: Wajda Studio
Darsteller:
Oskar Dawicki, Agata Buzek, Zbigniew Warpechowski,
Anda Rottenberg, Jakub Gierszał, Arkadiusz Jakubik,
Katarzyna Zawadzka
 

FILMBESCHREIBUNG
Ein Einblick in die Welt der zeitgenössischen Kunst, basierend auf dem Leben des Performancekünstlers Oskar Dawicki, der sich selbst spielt. Sein Hauptthema ist die Suche nach der Antwort auf die Frage, ob… Oskar Dawicki überhaupt existiert.

ŁUKASZ RONDUDA
Schriftsteller, Drehbuchautor und Regisseur, Kurator am Museum für Moderne Kunst in Warschau. Sein Roman “Half Empty” (“Lampa i Iskra Boża”) erschien 2011. Die Hauptfigur des Buches ist Oskar Dawicki.

MACIEJ SOBIESZCZAŃSKI
Regisseur, Dozent und Autor von Drehbüchern und Theaterstücken. Er unterrichtet an der Wajda School und an der Nationalen Hochschule für Film, Fernsehen und Theater in​ Łódź.

THE PERFORMER bekam den Preis “THINK: FILM AWARD” auf der Berlinale 2015

PRESSESTIMMEN
The Performer ist die erste Kunstausstellung in Form eines Spielfilms
Berlinale, Filmdatenblatt

Die Stärke der Kunst Oskar Dawickis steckt im Humour, Spott und in der Ironie. Deswegen ist PERFORMER, obwohl sicherlich ein Nischenfilm, sehr viel interessanter als sich die Skeptiker denken könnten. Und außerdem ist dieses Projekt dem Laien-Zuschauer erstaunlich zugänglich.
(Siła sztuki Oskara Dawickiego tkwi w humorze, kpinie i ironii. One też sprawiają, że niszowy film, jakim “Performer” z całą pewnością jest, staje się o wiele ciekawszą i bardziej zaskakującą propozycją, niż może się to na początku sceptykom wydawać. Również, co warto podkreślić, to projekt zadziwiająco otwarty na widza-laika.)
Dagmara Romanowska, onet.pl

SAMSTAG, 28. NOV 2015, 19:00 Uhr
PL 2015, 90 Min., OmdU
Regie: Małgorzata Szumowska
Genre: Drama
 
Produktion: Nowhere, Warschau – Jacek Drosio, Małgorzata Szumowska, Michał Englert
Darsteller:
Janusz Gajos, Maja Ostaszewska, Justyna Suwała

FILMBESCHREIBUNG
Janusz ist ein Mensch, den so leicht nichts erschüttern kann. Als Untersuchungsrichter recherchiert er präzise, am Tatort analysiert er trocken jedes Detail. Privat steht er seiner magersüchtigen Tochter Olga allerdings ziemlich hilflos gegenüber. Er lässt sie in eine Klinik einweisen, in der die Psychologin Anna arbeitet. Diese lebt mit einem großen Hund in einer abgeriegelten Wohnung und beschwört Geister, die aus dem Jenseits zu den Lebenden sprechen. Eine komplexe Reflexion über die Einsamkeit des Herzens und den Konflikt zwischen Rationalität und der Welt des Übersinnlichen.

Szumowska arbeitet in ihrem neuen Film, der auf der Berlinale 2015 seine Premiere feierte, mit Elementen der schwarzen Komödie, um von der Schwierigkeit zu erzählen, mit dem Verlust geliebter Menschen umzugehen. Dabei spielt das Körperliche unserer Existenz eine zentrale Rolle. Was ist Körper? Was ist Geist? Wie spielen die beiden zusammen Leben? Der Regisseurin gelingt es, beeindruckende Variationen zum Thema “Physis” zu erschaffen.

MAŁGORZATA SZUMOWSKA (geb. 1973 in Krakau)
Die Absolventin der Filmhochschule Łódź drehte zunächst Kurzfilme und Dokumentationen. 2000 erschien ihr Kinofilmdebüt. 2008 wurde ihr Film 33 SZENES AUS DEM LEBEN mit Julia Jentsch auf dem Filmfestival von Locarno mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet. Ihr letzter Film IM NAMEN DES… (2013) lief bereits im Berlinale Wettbewerb, mit BODY gewann sie dieses Jahr nun den Silbernen Bären für die Beste Regie.

 
 
PRESSESTIMMEN
Die polnische Produktion „Body“ zeichnet mit finster komödiantischer Gelassenheit einen der bisher überraschendsten und aufregendsten Filme der Berlinale 2015. – Unter Verwendung mitleiderregend verwahrloster Themen, Situationen, Schauplätze und Figuren komponiert Szumowska mit finster komödiantischer Gelassenheit über neunzig Minuten ein ganz neues Genre: den Gespensterfilm, in dem die Menschen spuken und das Gespenst aus Menschenangst wegbleibt.
Dietmar Dath, FAZ

Gibt es einen Weg zurück aus dem Jenseits? Um diese Frage kreist Malgorzata Szumowskas Film BODY, in dessen Zentrum ein mit Mordfällen befasster Untersuchungsrichter, seine essgestörte Tochter und ihre esoterische Therapeutin stehen. Der polnische Wettbewerbsbeitrag nähert sich dem Thema ganz ohne Pathos – und mit sachtem Humor.
Fabian Wallmeier, Radio RBB Berlin

Faszination und Abscheu halten sich die Waage, dazu kommen der lakonische, zuweilen groteske Humor und der Stoizismus des Ermittlers. Und eine spürbare Liebe der Regisseurin zu ihren Figuren. Und die ist es dann auch, welche die finalen Einstellungen des Films zu einem jener unbeschreiblich magischen und gefährlichen Kinomomente werden lässt, die nur ganz selten glücken können.
Michael Sennhauser, Radio SRF

SAMSTAG, 28. NOV 2015, 21:00 Uhr
PL 2015, 106 Min., OmdU
Regie: Borys Lankosz
Genre: Thriller
 
Produktion: Studio Rewers Sp. z o.o.
Darsteller:
Robert Więckiewicz, Jerzy Trela, Magdalena Walach,
Aleksandra Hamkało, Krzysztof Pieczyński,
Andrzej Zieliński, Zohar Strauss
 

FILMBESCHREIBUNG
An einem grauen Vorfrühlingstag des Jahres 2009 kommt der Warschauer Kriminalkommissar Teodor Szacki in der südostpolnischen Hügellandschaft rund um Sandomierz an. Frisch geschieden, hat er seine Familie und die Aussicht auf eine glänzende Polizeikarriere in der Kapitale hinter sich gelassen und will noch einmal ganz neu anfangen. Doch viel Zeit zur Eingewöhnung in der malerischen Kleinstadt mit ihren vielen Kirchen bleibt dem kühlen Skeptiker nicht: Schon bald wird er mit einer blutigen Leiche konfrontiert, die Züge eines angeblich jüdischen Ritualmordes aufweist. Das löst in der strengkatholischen Provinz, wo jeder jeden kennt, eine erschreckende Welle antisemtischer Hysterie aus. Auf der Suche nach dem sprichwörtlichen “Körnchen Wahrheit” scheut der atmosphärisch düstere Thriller nach dem gleichnamigen Erfolgsroman von Zygmunt Miłoszewski mit einem beeindruckenden Robert Więckiewicz in der Hauptrolle weder ästhetische noch politische Tabus. Abgründe tun sich auf, vor allem was die traditionell schwierigen polnisch-jüdischen Beziehungen angeht. Und Waffennarren kommen auch auf ihre Kosten.

BORYS LANKOSZ (geb. 1973 in Krakau)
Der Regisseur erhielt bereits für seinen Kurz-Dokumentarfilm „Evolution“ 2001 mehrere Preise. Sein Spielfilmdebüt „Rewers“ nach der gleichnamigen Novelle von Andrzej Bart, einer schwarzen Satire über die Stalinzeit, gewann insgesamt acht polnische Filmpreise und vertrat das Land bei der Oscar-Verleihung 2010.

SONNTAG, 29. NOV 2015, 19:00 Uhr
Nach der Filmvorstellung findet ein Publikumsgespräch mit dem Regisseur statt.
 
PL 2015, 106 Min., OmeU
Regie: Jacek Lusiński
Genre: Drama
 
 
 
 
 
Produktion: Aurum Film
Darsteller:
Andrzej Chyra, Urszula Grabowska, Arkadiusz Jakubik

FILMBESCHREIBUNG
Kacper ist ein Geschichtslehrer mittleren Alters. Als er erfährt, dass er allmählich sein Augenlicht verlieren wird, entschließt er sich zu einem ungewöhnlichen Schritt. Aus Angst, seinen zur Leidenschaft gewordenen Beruf nicht mehr ausüben zu können, versucht er mit allen Mitteln seine Krankheit so lange wie möglich zu verheimlichen. Das bewegende Drama basiert auf einer wahren Geschichte und zeigt trotz des schwierigen Themas den Optimismus des Lebens.

JACEK LUSIŃSKI (geb. 1969 in Pabianice)
Absolvent der Filmhochschule in Łódź. Als Regisseur und Drehbuchautor beschäftigte er sich v.a. mit Dokumentationen und Musikvideos. Sein erster Spielfilm PIKSELE (2010) brachte ihm bereits große Popularität ein.

CARTE BLANCHE wurde mehrfach auf internationalen Filmfestivals mit Preisen ausgezeichnet. Der Film bekam u.a. den “Jury Grand Prix” in Shanghai und eine besondere Auszeichnung in Sao Paulo.

 
 
DIRECTOR’S STATEMENT
Die Arbeit an dem Film war nicht einfach. Es hat lange gedauert bis wir die Geschichte, die Situation von Maciek und den psychologischen Aspekt verstanden haben. Im Gegensatz dazu ist der Film keine Biographie von Maciek Białek, sondern zeigt eine gewisse Haltung. Der Film erzählt die Geschichte von einem Verlust, der sich in etwas anderes verwandelt. Auf der einen Seite verliert der Held etwas, auf der anderen Seite, lässt dieser Verlust in ihm etwas Neues entstehen.

(Praca nad filmem wymagała czasu, żeby zrozumieć tę historię, sytuację w jakiej znalazł się Maciek oraz aspekt psychologiczny. Natomiast ten film nie jest biografią Maćka Białka, raczej pokazuje pewną postawę. W filmie opowiadamy historię o utracie, która zamienia się w coś innego. Z jednej strony bohater coś traci, a z drugiej strony ta utrata zamienia się w coś, co w nim się buduje nowego.)

SONNTAG, 29. NOV 2015, 21:00 Uhr
 

SNEAK PREVIEW: Der beste CINEPOL-Film 2011-2014

Da unser Festival bereits 5 Jahre alt wird, haben wir uns etwas besonderes einfallen lassen: dieses Jahr durftet IHR selbst darüber entscheiden, welchen Film Ihr am letzten Tag des Festivals sehen wollt! Dabei hattet Ihr die Möglichkeit, aus den schönsten und meist besuchten Filmen der letzten Festivalauflagen auszuwählen (s. unten).

Seid gespannt, welche Filmüberraschung Euch also erwartet… es lohnt sich zu warten! ☺
 
 

ALL THAT I LOVE / WSZYSTKO CO KOCHAM
Jacek Borcuch, 2009
BABY BLUES / BEJBI BLUES
Kasia Rosłaniec, 2012
 
FLOATING SKYSCRAPERS / PŁYNĄCE WIEŻOWCE
Tomasz Wasilewski, 2013
HARDKOR DISKO
Krzysztof Skonieczny, 2014
IN A BEDROOM / W SYPIALNI
Tomasz Wasilewski, 2012
IN THE NAME OF… / W IMIĘ…
Małgorzata Szumowska, 2012
LIFE FEELS GOOD / CHCE SIĘ ŻYĆ
Maciej Pieprzyca, 2013
MADE IN POLAND
Przemysław Wojcieszek, 2010
MY NAME IS KI / KI
Leszek Dawid, 2011
THE CHRISTENING / CHRZEST
Marcin Wrona, 2010