DIE DOKUMENTARFILME

FREITAG, 27. NOV 2015, 19:00 Uhr
D/PL 2014, 80 Min., OmeU
Regie: Agnieszka Zwiefka
Genre: Dokumentarfilm
 
Produktion:
Ma.ja.de. Filmproduktion,
Chilli Productions

FILMBESCHREIBUNG
Denisa ist Königin und Außenseiterin zugleich. Die Zehnjährige ist taub und kann wunderschön tanzen. Sie hat nie sprechen gelernt und schlägt sich doch mit einem breiten Lachen durch ihren harten Alltag in einer Roma-Community in Polen. Wenn sie nicht auf der Straße betteln muss, träumt sie sich in die Glitzerwelt der Bollywood-Filme und choreografiert die anderen Kinder des Lagers zu einer bunten Schar Background-Tänzer. Unterlegt mit der Musik von Coco Rosie, rumänischer Manele und Kompositionen von Jessica de Rooij, zeigt der Film ein Stück Kindheit zwischen Armut und Lebensfreude – das karge Roma-Lager verwandelt sich streckenweise in ein schillerndes Bollywood-Spektakel.

AGNIESZKA ZWIEFKA
Arbeitet seit über 12 Jahren in der Dokumentarfilm-Branche. Seit ihrer Promotion im Jahr 2007 ist sie als Dozentin für Fernsehjournalismus und interaktiven Film an der Universität Warschau tätig. 2010 gründete sie die Chilli Productions, die TV-Beiträge und Dokumentarfilme herstellt.

THE QUEEN OF SILENCE erhielt eine lobende Erwähnung im internationalen Wettbewerb des Dok.fest München 2015.

SONNTAG, 29. NOV 2015, 17:00 Uhr
PL 2014, 73 Min., OmeU
Regie: Paweł Wysoczański
Genre: Dokumentarfilm mit Spielszenen
 
Produktion: Black and White Productions
Darsteller (in den dazugedrehten Szenen):
Sebastian Nawrat, Dariusz Chojnacki, Alina Chechelska

FILMBESCHREIBUNG
Der Film zeigt Polens berühmtesten Bergsteiger Jerzy Kukuczka, der als zweiter Mensch nach Reinhold Messner alle 14 Achttausender bestieg und am 24. Oktober 1989 an der Lhotse-Südwand in Nepal verunglückte. Es ist die Geschichte einer erstaunlichen Entwicklung von einem einfachen Arbeiter zu einem weltbekannten Medienstar. In dem Film kommen Kukuczkas einstige Mitstreiter, seine Familie und auch sein ewiger Konkurrent Reinhold Messner zu Wort. Es entsteht ein lebendiges Bild einer komplexen Persönlichkeit mit dem komunistischen Polen im Hintergrund.

JUREK erhielt Hauptpreise auf den internationalen Bergfilmfestivals in Vancouver, Zakopane (Polen) und Teplice nad Metuji (Tschechien).

PAWEŁ WYSOCZAŃSKI (geb. 1980 in Głogów)
Studierte Filmwissenschaften an der Jagiellonen-Universität in Kraków und Regie an der Schlesischen Universität in Katowice. Experte des Polnischen Filminstituts. Seine Spiel- und Dokumentarfilme („Punkt widzenia”, „Nauka latania”, „W drodze”, „Kiedyś będziemy szczęśliwi”, „Jurek“) wurden mehrfach in Polen und im Ausland prämiert.